Mit zwei ungefährdeten Siegen schaffen die Wädenswiler Tischtennisspieler nach einem Sololauf in der Nationalliga B den sofortigen Wiederaufstieg in die höchste Spielklasse. Filip Karin, Lars Posch und Oscar Perman brillieren auch in den Aufstiegs-Playoffs und dominieren Gegner Vevey nach Belieben.

Erfolgreiches QuartettErfolgreiches Quartett

Mit dem nötigen Respekt startete das Wädenswiler Trio am Samstag in Vevey zur ersten Ausmarchung um den von Kloten frei gegebenen Platz in der Nationalliga A. Sehr schnell zeigte sich der Klassenunterschied zwischen den beiden Teams: Die Favoriten führten bald 3:0. Permans klarem Dreisatzsieg folgten zwei knappe Entscheidungen Karins und Poschs zur deutlichen Wädenswiler Führung. Die Waadtländer rafften sich nochmals auf, konnten aber dem Druck des Ostgruppensiegers nicht standhalten und brachen schliesslich ein. Nur gerade Posch musste gegen seinen Dauerrivalen Nicolas Simonet über die volle Distanz von fünf Sätzen. Mit 11:9 setzte sich der junge Wädenswiler Nationalspieler durch und beendete so den ersten Akt zum überzeugenden 6:0.

Am Wochenende spielen die Wädenswiler Männer gegen Vevey um den Aufstieg in die NLA. Die direkte Rückkehr in die höchste Spielklasse wäre keine Überraschung.

Lars PoschLars Posch will seinen Beitrag zur Rückkehr des TTC Wädenswil in die Nationalliga A leisten. Foto: André Springer

«Es ist cool, dass das zweite Spiel zu Hause stattfindet und wir den Aufstieg hier schaffen können», sagt Filip Karin. Dass eine dritte Partie in Vevey nötig sein könnte, um zwischen den besten aufstiegsberechtigten Teams der Nationalliga B den Aufsteiger in die NLA zu ermitteln, daran denkt der 21-Jährige vom TTC Wädenswil nicht. Er geht vom eigenen Aufstieg schon am Samstag und Sonntag aus. Karin spricht mit dem Selbstbewusstsein des Seriensiegers.

14 Siege reihten Oscar Perman, Lars Posch und Filip Karin in der Meisterschaft aneinander. Der Schwede und die zwei Eigengewächse vom Zürichsee waren ein nicht zu bezwingendes Trio. Sie waren die drei Spieler der NLB-Ostgruppe mit den besten persönlichen Bilanzen. Am Ende sicherten sie sich Platz 1 mit 14 Punkten Vorsprung auf das zweitplatzierte Luzern. Und im März gewannen Karin und Posch auch Medaillen an der Schweizer Meisterschaft.

Silber im Einführungsprogramm

Die jüngsten Turnerinnen des TV Wädenswil starteten am Samstagmorgen im Einführungsprogramm. Für Valeria Frey, Lilly Novak und Sophia Calanni war es gar der erste Wettkampf überhaupt. Sophia turnte bereits sehr routiniert und überzeugte vor allem am Balken und Barren mit ihrer Körperspannung. Verdient durfte sie als 14. von 52 Turnerinnen eine Auszeichnung entgegennehmen. Dana El-Zawahry und Elena Meili konnten bereits letztes Jahr Wettkampferfahrung sammeln. Dank grossem Trainigsfleiss präsentierte Dana beinahe perfekte Übungen und durfte das erste Mal in ihrer Turnkarriere als 2. aufs Podest steigen.

AlpencupV.l.n.r.: Seraphina, Dana, Sarina und Sophia

Gold im Open

Unsere ältesten Turnerinnen, Seraphina Oermann und Sarina Vignotto, gingen im Open an den Start. Seraphina zeigte die schwierigsten Übungen im ganzen Teilnehmerfeld und holte sich trotz Sturz am Barren mit grossem Abstand den Sieg. Sarina liess sich von einer übertrieben strengen Bewertung am Boden nicht beirren und turnte an allen Geräten sauber durch, was für den Ausgezeichneten 6. Rang und einer Auszeichnung reichte. Die Kunstturnerinnen Wädenswil sind extrem stolz, zwei solche Vorbilder für die jüngeren Turnerinnen zu haben. Trotz Schule und Lehre kommen die beide wann immer möglich motiviert ins Training. Wir freuen uns, dass sich euer grosses Engagement bereits beim ersten Wettkampf der Saison ausbezahlt hat. (Bericht Lisa Litscher)

Für den TTC Wädenswil verliefen die Schweizer Meisterschaften in Neuenburg äusserst erfolgreich. Lars Posch gewann im Einzel Silber und im Doppel an der Seite von Dimitri Brunner Bronze. Sein Klubkollege Filip Karin stieg mit Lionel Weber sogar zuoberst auf das Podest.

Mit Silber und Bronze reiste Lars Posch von den Schweizer Meisterschaften in Neuenburg nach Wädenswil zurück. Fotos: René ZwaldMit Silber und Bronze reiste Lars Posch von den Schweizer Meisterschaften in Neuenburg nach Wädenswil zurück. Fotos: René Zwald

Mit dieser Paarung im Final hätte vor der Schweizer Meisterschaft niemand gerechnet – am allerwenigsten wohl die Finalisten selbst. Lars Posch und Elia Schmid stiessen in Neuenburg bis ins Endspiel vor und duellierten sich dort auf höchstem Niveau. Am Ende war Schmid zu stark – mit 2:4 unterlag der Wädenswiler dem ehemaligen Nationalspieler. Damit verpasste Posch die ganz grosse Sensation nur ganz knapp. Der Zweitplatzierte ist aber nicht etwa enttäuscht über die Finalniederlage, im Gegenteil: «Hätte mir vor der SM jemand die Silbermedaille angeboten, ich hätte sofort unterschrieben.» Schmid habe im Final einfach zu stark gespielt, meinte Posch weiter. Deshalb könne er mit dem 2. Platz ausgezeichnet leben.