Berichte:
 Victorinoxcup - Brunnen SZ, Freitag, 07. bis Sonntag, 09. Juni 2019
 Colmar Trophy - Meeting int. de sauvetage côtier - Colmar FRA, Samstag, 25. Mai 2019
 Speedlifesaving - Brugg AG, Samstag, 27. April 2019
Tuesday Night Surfski Race Series - Seewen SZ, Dienstag, 30. April 2019

 

Victorinoxcup - Brunnen SZ

Freitag, 07. bis Sonntag, 09. Juni 2019

Der Victorinox Cup ist in der Schweiz der hochstehendste und älteste internationale Rettunssport-Event im offenen Gewässer.

Björn Manser beim Start für das Board Race (Bild Jörg Senften)Björn Manser beim Start für das Board Race (Bild Jörg Senften)

Am Freitagabend stand erst das Beach Flags auf dem Beach Soccer Feld in Ibach SZ an. Alle Athleten schafften es dann auch in den Final. Bei den Damen konnte sich Melina mit einem fünften Rang viele Punkte sichern und weiter gegenüber dem letzten Jahr verbessern. Während Oliver und Andrin im Finale der Herren früh ausschieden, kämpften Cyril und Björn noch länger mit, bis Sandro der letzte überbleibende Wädenswiler war. Als nur noch drei Flags übrig waren, verletzte er sich leider unglücklich in einem Zweikampf und musste den gesamten Wettkampf aufgeben, was ein herber Dämpfer für die Wädenswiler Herrenmannschaft darstellte.

Am Samstagmorgen folgte der nächste Dämpfer für die SLRG Wädenswil, welche gerne im Freigewässer schwimmt. Durch die starken Winde des Vortages hat sich das Wasser des Vierwaldstättersees wieder stark auf kalte zwölf Grad abgekühlt, womit die Organisatoren das Schwimmen für den gesamten Wettkampf absagten. Dies führte zu einigen Umstrukturierungen und Veränderungen der Disziplinen, so dass nicht mehr geschwommen werden musste/durfte.

Die Damen waren danach zu viert im Board Race Finale vertreten, wo leider alle grosse Mühe mit dem Start bekundeten. Martina beendete das Rennen trotzdem als Fünfte, Patricia folgte gleich als Siebte und Flavia auf dem Neunten Rang. Melina sicherte sich mit dem 15ten Rang ebenfalls noch einige Punkte. Die Herren zeigten ebenfalls eine sehr gute Mannschaftsleistung: Cyril beendete das Finale als starker Zweiter, Björn als Vierter und Andrin als 14ter. Im Board Relay holten sich Flavia, Martina und Melina einen starken zweiten Rang, genau so wie die Herren.

Das Surf Ski Race zählt nun mittlerweile auch zu den Spezialdisziplinen von einigen unseres Vereins, was Flavia mit dem fünften Schlussrang bewies. Bei den Herren lief es sogar noch besser, Cyril beendete das Rennen mit einem erneuten zweiten Rang, Oliver wurde Fünfter und Andrin sicherte sich den zwölften Schlussrang. Im Surf Ski Relay wurden beide Teams erneut Zweite.

Da das Surf Race nicht stattfand und auch sonst nicht geschwommen wurde, fand man sich nach dem Mittag bei einer neuen Variante der Disziplin Rescue Board Rescue wieder: Es musste jeweils zu zweit um die farbigen Bojen gepaddelt werden, statt dass der Schwimmer abgeholt werden musste. Für die erste grosse positive Überraschung waren die Damen zuständig, welche diese Disziplin souverän mit grossem Abstand gewinnen konnten! Die Herren wurden erneut Zweite.

Die Damen doppelten dann gleich im Oceanwoman Relay nach, wo sie der Konkurrenz keine Chance liessen und dieses zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte gegen die starke Konkurrenz gewinnen konnten! Obwohl die Herren ersatzgeschwächt angetreten sind, rissen sie sich nochmals zusammen und waren dank einer famosen Leistung aller und dem unwiderstehlichen Endspurt von Björn und Andrin siegreich!  Im Oceanwoman, der vorher stattfand und in der Reihenfolge Board-Ski-Board absolviert werden musste, feierte Martina dank dem langen Boardkurs einen starken zweiten Rang und Patricia wurde gute Zwölfte. Cyril schlug der Konkurrenz ein Schnippchen und konnten nach langer Dominanz der Konkurrenz über mehrere Jahre an diesem Wettkampf diese Disziplin nach einem Schlusssprint gewinnen. Björn Manser, dessen Skifähigkeiten sich schon merklich verbessert haben, jedoch immer noch nicht das Gelbe vom Ei sind, fand sich auf dem guten Sechsten Schlussrang wieder.

In der Gesamtwertung der Herren erreichte Cyril den zweiten Platz, die Damenmannschaft gewann die Wertung der Teamdisziplinen und die gesamte Mannschaft konnte sich über einen zweiten Schlussrang des Wettkampfes mit vielen Punkten freuen.
Text von Oliver Wanger

 

Colmar Trophy - Meeting international de sauvetage côtier - Colmar FRA

Samstag, 25. Mai 2019

An der diesjährigen Colmar Trophy war die SLRG Wädenswil leider nur mit vier Athleten vertreten.

Start für das Surfrace-Finale der Damen (Bild Andrin Senften)Start für das Surfrace-Finale der Damen (Bild Andrin Senften)

Der Wettkampfchef musste dieses Jahr als Kampfrichter amten, da vom Veranstalter vorgeschrieben war, dass für jeweils fünf Athleten je ein Kampfrichter gestellt werden muss. So konnte er jedoch seinen Athleten hautnah zuschauen und zwischenzeitlich auch ein paar Coaching Tipps anbringen.

Der Wettkampf startete mit den Vorläufen in Board, Ski und Beach Flags, wo weder Andrin, Cyril, Patricia oder Flavia Mühe bekundeten, mit der grossen Konkurrenz, welche vorwiegend aus Belgien kam, mitzuhalten.

Im Finale des Surf Race der Damen sicherte sich Flavia einen Platz in den Top Ten, Patricia verpasste die Punkte nur ganz knapp. Cyril, der am Wettkampftag nicht gerade das Glück auf seiner Seite hatte, kam zu spät an den Start nach einer Diskussion mit einem Kampfrichter und rannte dem Feld nach dem Start hinterher.

Danach stand gleich das Finale des Board Race an, wo Flavia erneut die Top Ten erreichte (ja, weder ich noch sie noch jemand anderes hat ihre Resultate beim Schreiben dieses Berichtes in Erinnerung noch sind die Resultate online), Patricia arbeitete sich nach einem verpatzten Start noch auf den 14ten Schlussrang vor. Bei den Herren erreichte Cyril den dritten Rang und Andrin den guten zwölften Platz.

Kurz darauf stand dann auch schon das Finale des Ski Race an, den Wettkämpfern wurde keine Pause gegönnt. Flavia war da erneut in den Top Ten, oder Top Nine oder Top Eight, was auch immer und Patricia wurde 15te. Andrin wurde im Finale des Ski Race starker Neunter, wo sich Cyril gute Chancen auf einen Sieg ausrechnen konnte. Diese wurden ihm jedoch bei der ersten Boje zunichte gemacht, wo er von einem verantwortungslosen, rüpelhaften, ja brutalen Manöver eines Konkurrenten aus dem Ski katapultiert wurde. Das Rennen beendete er trotzdem noch als Sechster, war aber dementsprechend sauer wie eine Zitrone.

Im Oceanman kam dann die Rehabilitierung, Cyril erreichte den dritten Schlussrang trotz mangelnder Ausdauer. Patricia konnte sich einen guten 12ten Schlussrang im Oceanwoman sichern, Flavia war (man hätte es sich denken können), erneut in den Top Ten aufzufinden.

Das Finale der Disziplinen im See war wie immer die Oceanman Relay, wo die SLRG Wädenswil gleich mit zwei Damen bei den Herren antrat. Trotzdem waren sie auf dem starken dritten Schlussrang aufzufinden.
Im Finale des Beach Flags der Herren zeigte Cyril endlich mal wieder einen guten Wettkampf in dieser Disziplin und konnte einen grossartigen dritten Rang feiern.

Nach dem Beladen des Autos schlemmte die Mannschaft ein paar Flammkuchen am See und fuhr müde, aber glücklich nach Hause.
Text von Oliver Wanger 

 

Speedlifesaving - Brugg AG

Samstag, 27. April 2019

Der Sprintwettkampf im Brugger Hallenbad, wo alle internationalen Pooldisziplinen halbiert wurden, stellte wie immer der Höhepunkt der Wettkampfsaison dar.

Die Vorbereitung auf diesen Wettkampf beinhaltete wie immer null Trainings und die Wettkämpfer waren somit richtig gut vorbereitet und heiss auf die Herausforderung!

Cyril Senften vor dem StartCyril Senften vor dem Start

Da die Aufzählung aller Resultate diese Homepage sprengen würde, zähle ich hiermit nur die besten Rangierungen, begonnen mit den Damen, auf. Flavia erreichte den hervorragenden zweiten Rang im Hindernisschwimmen und Patricia den fünften in der Disziplin Superlifesaver. Das sieht jetzt nach wenig aus, wird aber von einem grossen Highlight der Damen überragt: Die Damen gewannen das Line Throw Relay! Immer noch nicht überzeugt? Sie gewannen diese Disziplin in neuer Weltrekordzeit von 00:57.84! Bei den Herren sicherte sich Björn Manser den zweiten Rang im Hindernisschwimmen, Cyril sicherte sich gleich in vier Disziplinen einen zweiten Platz! Über das Line Throw Relay der Herren gibt es leider nicht so spektakuläres zu berichten wie bei den Damen, da einer der zwei Line Throw Götter einen groben Patzer leistete.
Text von Oliver Wanger

 

Tuesday Night Surfski Race Series - Seewen SZ

Dienstag, 30. April 2019

Die Tuesday Night Surfski Race Series sind Feierabend Trainingsrennen für Surfski Paddler.

Cyril Senften auf dem SurfskiCyril Senften auf dem Surfski

Die Idee stammt einerseits von den kanadischen Surfski Paddlern und andererseits vom Radfahrerbund Brugg, welcher seit Jahren im Sommer jeweils am Mittwoch Abend die Brugger Abendrennen veranstaltet. Nach dem Erfolg und der steigenden Bekanntheit wird die TNSR Series 2019 neu mit fünf Rennen auf verschiedenen Gewässern in der Romandie und der Deutschschweiz durchgeführt.

Am ersten Trainingsrennen der Serie nahm von der SLRG Wädenswil einzig Cyril Senften teil. Das Rennen wurde über zwei Runden ausgetragen: vom Seebad Seewen nach Lauerz und wieder zurück zum Seebad Seewen. Cyril konnte sich auf dem Lauerzersee den 2. Rang sichern.

Herzliche Gratulation allen Athletinnen und Athleten und vielen Dank an alle Helferinnen und Helfer!
Text von Tuesday Night Surfski Race Series und Martina Camenzind

Kunstturnen Quinn Müller und Carlo Riesco holen am Eidgenössischen Turnfest Bronze für den TV Wädenswil.

Carlo Riesco und Quinn Müller erturnen sich am Eidgenössischen Turnfest Bronzemedaillen. Foto: PDCarlo Riesco und Quinn Müller erturnen sich am Eidgenössischen Turnfest Bronzemedaillen. Foto: PD

Nicht nur die Breitensportler massen sich am Eidgenössischen Turnfest in Aarau, sondern auch die Kunstturner kämpften um die begehrten Medaillen und Kränze. Zu diesem Zweck wurde die Eishalle Aarau für vier Tage in eine Kunstturnarena umgewandelt. Im Programm P3 turnte sich Quinn Müller mit einem fantastischen Start am Pferdpauschen einmal mehr souverän aufs Podest. Müller turnte elegant und schwierig. Bei ihm sind grosse Fortschritte zu sehen. Janic Fässler, der aktuelle Schweizer Meister in diesem Programm, musste aufgrund einer Knieverletzung auf einen Start verzichten. Carlo Riesco beendete alle Wettkämpfe dieser Saison auf dem Podest. So erstaunt es nicht, dass Riesco auch in Aarau im Programm P4 zu den Besten gehörte. Als Premiere zeigte Riesco am Boden zum ersten Mal den Doppelsalto rückwärts. Mit vielen Bonuselementen und einer gewaltigen Sprungkraft schaffte es Riesco auf den Bronzeplatz, der verdiente Lohn für eine äusserst erfolgreiche Wettkampfsaison.

Randegger mit Glanzwettkampf

In der Königsdisziplin P6 starteten zusammen mit dem späteren Turnfestsieger Oliver Hegi auch die 19-jährigen Wädenswiler Tim Randegger und Dominic Tamsel. Randegger glückte ein fehlerfreier Wettkampf. Am Sprung zeigte er einen wunderschön gestandenen Tsukahara mit 2½ Schraube, eine auch international absolute Höchstschwierigkeit. Randegger erreichte in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld Rang 11, den traditionellen Turnerkranz und knackte beinahe die 80-Punkte-Marke. Tamsels Sechskampf war durchzogen. Nachdem er an den ersten drei Geräten patzte, konnte er sich an den letzten drei mit sauberen Übungen revanchieren. Immerhin versuchte er am Reck zum ersten Mal wettkampfmässig den attraktiven Kovacs, und dies gleich vor laufender Fernsehkamera und einer imposanten Zuschauerkulisse. (Turnverein Wädenswil, ZSZ 06.07.2019)

Tischtennis Nächste Saison debütiert U-15-Schweizer-Meister Lukas Ott im NLB-Team aus Wädenswil. Bisher hat er in jeder Saison öfter gewonnen als verloren. Gelingt ihm das auch in der ersten Mannschaft des Vereins?

Lukas OttLukas Ott wird selbstbewusst. «Ich bin jetzt weniger ein Angsthase und greife mehr an», erzählt der 14-Jährige von den Umstellungen in seinem Spiel. Er hat einen neuen Aufschlag einstudiert. «Ich werfe den Ball ganz hoch auf, das irritiert viele Gegner.» Früher habe er oft geschupft und gewartet, bis die anderen den Fehler begingen. Nun greift er an. «Das geht mit dem neuen Aufschlag viel besser.» Denn die Gegner retournieren den neuen Service mehrheitlich lang.

Der junge Wädenswiler macht sich parat für den nächsten Leistungssprung. Er ist sich das Siegen gewohnt. Ende März gewann er an der Schweizer Nachwuchs-Meisterschaft den Titel. Das ist ihm, der seit 2014 teilnimmt, alle zwei Jahre geglückt. Am zweitwichtigsten Turnier der Junioren, dem Top 8, unterlag er aber im Final. «Ich bin gescheitert», kommentiert er das. Gescheitert? «Rang zwei ist nicht gut, aber wenn ich im älteren Jahrgang war, habe ich immer beide Turniere gewonnen.»

Mehr als die Hälfte siegreich
Auch in der Nationalliga C waren die Ergebnisse mehrheitlich positiv. Lukas Ott gewann 25 seiner 33 Einzel und verbesserte seine Klassierung von A16 auf A17. Nun rückt der U-15-Junior in die erste Mannschaft der Linksufrigen auf. Natürlich könne man bei seiner Bilanz sagen, er sei zu Recht ein NLB-Spieler. «Ich gehöre in die Nationalliga B. Aber ich denke, ich kann dort nicht mehr so viel gewinnen wie in der Nationalliga C. Es ist ein grosser Gump.»

Dennoch sagt Lukas Ott, er wolle «so ungefähr 50 Prozent gewinnen oder sogar eine positive Bilanz haben». Er würde damit eine tolle Serie fortsetzen. Vor fünf Jahren spielte er erstmals für Wädenswil. Und gewann in der 4. Liga mehr als die Hälfte seiner Einzel. Das war auch in jeder folgenden Saison so - und stets eine Liga höher. «Ich werde aber sicher nervös sein», blickt Lukas Ott auf seinen ersten NLB-Einsatz voraus. Mit Numa Ulrich (13) wird gleich noch ein zweiter Junior debütieren.

Dass das Team absteigt, glaubt Lukas Ott trotzdem nicht. «Wir haben ja Norbert und werden wahrscheinlich nie 2:8 verlieren.» Mit drei Siegen des Routiniers Norbert Tofalvi würde der TTCW immer einen Punkt gewinnen. Dass er selbst und Numa Ulrich für die Nationalspieler Lars Posch und Filip Karin aufrücken, die neu für andere Vereine antreten, beschäftigt ihn ebenfalls wenig. «Ich denke nicht so. Wir werden uns weiterentwickeln. Wir sind noch nicht so gut wie sie, aber es kommt die Zeit, in der auch wir in der Nationalliga A spielen werden.»

Und noch eine Premiere
Erst einmal nimmt Lukas Ott ab Sonntag an der Jugend-EM in Ostrava teil. Auch das ist eine Premiere. Für ihn sei es der wichtigste Anlass der Saison, erklärt der Junioren-Nationalspieler: Er treffe auf neue Gegner, und das Niveau sei höher als an Turnieren in der Schweiz. International spielen mache darum mehr Spass. «Ich war schon an vielen Orten. Aber eigentlich sieht man nur das Hotel und die Halle. Und in Metz das Fussballstadion», schmunzelt er. Das störe ihn aber nicht, «ich bin ja wegen dem Tischtennis dort».

An der Jugend-EM werde er Vollgas geben, verspricht Lukas Ott. «Mir ist aber auch wichtig, dass ich Spass habe und ein paar Matches bestreiten kann.» Wahrscheinlich würden es mehr Einsätze mit dem Team, da das Einzel im K.-o.-Modus ausgetragen werde, ahnt Lukas Ott. «Es wäre schön, ein bis zwei Runden weiterzukommen. Aber dazu braucht es auch Losglück.» Und steht einmal kein Tischtennis an, spielt Lukas Ott mit Kollegen Basketball. Oder Fussball. «Alles ausser Tischtennis.»

Lieber Lehre als Sportgymnasium
Lukas Ott fand über einen Umweg zum Tischtennis. Und nicht ganz freiwillig. «Ich war zuerst im Schach», erzählt er. Linda, die Schwester, bevorzugte Tischtennis - und dieses Training dauerte eine Stunde länger. Da der Fünfährige nicht allein zu Hause bleiben durfte, musste er auch zum Tischtennis. Das habe ihm dann doch gefallen, erinnert er sich. «Jeder Gegner hat seine Stärken und Schwächen. So wie die Schachfiguren. Wenn man sie falsch anwendet, hat man keine Chance», sieht Lukas Ott Parallelen. Er sehe schnell, was der Gegner mache, meint er, das sei eine seiner Stärken.

In seiner Altersklasse gehört der Wädenswiler inzwischen zu den Besten der Schweiz. Der Besuch des Sportgymnasiums war für ihn trotzdem kein Thema. «Weil ich wusste, dass ich eine Lehre machen will», wie der 14-Jährige erklärt. Der Sekundarschüler hat schon als Sportartikelverkäufer und im Büro einer Bauunternehmung geschnuppert. Heute Freitag absolviert er den Multicheck und bewirbt sich dann für eine Lehrstelle bei einer Bank, die er im Sommer 2020 antreten möchte. «Ich weiss, dass ich während der Lehre das Training vielleicht reduzieren muss. Aber ich will es so.» (Bild und Text Stefan Kleiser)

An den Schweizer Meisterschaften der Junioren im Kunstturnen in Zuchwil krönte sich der Wädenswiler Janic Fässler zum Schweizer Meister im Programm P3.

Janic Fässler, hier am Pauschenpferd, dominierte an den Schweizer Meisterschaften. Foto: PDJanic Fässler, hier am Pauschenpferd, dominierte an den Schweizer Meisterschaften. Foto: PD

Der P3-Turner Janic Fässler startete am Boden mit einer ausgezeichneten Übung, welche alle möglichen Bonus-Elemente enthielt. Fässler dominierte auch die weiteren Geräte und baute seinen Vorsprung stetig aus. Auch an den Ringen, am Barren und am Reck zeigte er perfekt geturnte Übungen, welche mit der Höchstnote belohnt wurden. Fässler gewann mit über drei Punkten Vorsprung und hohen 85,75 Punkten souverän die Goldmedaille.

Der zweite Wädenswiler Turner Quinn Müller holte sich mit Rang 6 ein Diplom. Am Barren gelang ihm die beste Übung der Saison. Ein längerer Wettkampfunterbruch vor seiner Pauschenpferdübung beeinträchtigte seine Konzentration, was zu einem Sturz an diesem Gerät führte. Zusammen mit Omar Ateyeh vom STV Opfikon-Glattbrugg wurden Fässler und Müller mit grossem Abstand Schweizer Meister mit dem Team Zürich.

Riesco holt Bronze

Carlo Riesco startete im Programm P4 als einer der Favoriten. Doch gleich beim ersten Gerät, dem Barren, schlichen sich Fehler ein. Am Boden stürzte Riesco beim Schraubensalto. Da auch die Konkurrenz patzte, schaffte es Riesco mit sehr schwierigen Übungen am Pferdpauschen und am Sprung, den Rückstand auf die Besten aufzuholen. Mit einem Überschlag-Salto vorwärts gebückt und einem Tsukahara gestreckt mit ganzer Schraube zeigte er zum Abschluss zwei Höchstschwierigkeiten. Riesco beendete den Wettkampf mit exzellenten 74,35 Punkten auf dem Bronzeplatz. Mit Zürich gewann Riesco zusätzlich den Schweizer-Meister-Titel im Teamwettkampf.

Fässler, Müller und Riesco qualifizierten sich mit diesen Leistungen souverän für das Eidgenössische Turnfest in Aarau. (ZSZ vom 11.06.2019)