Der erste internationale Wettkampf des Jahres fand wie gewöhnlich am Samstag, 2. Februar 2019 in Frankreich im malerischen Colmar statt. Die SLRG Sektion Wädenswil konnte einige schöne Erfolge feiern.

ColmarcupAuch dieses Jahr war die SLRG Wädenswil leider nur mit einem sehr kleinen Team am Colmarcup unterwegs. Am Freitagabend wurden dabei erste Traditionen gebrochen, das Nachtessen wurde in einem feinen lokalen Restaurant eingenommen und nicht mehr beim all-you-can-eat Chinesen. Die Nacht wurde in komfortabel grossen Zimmern verbracht, und so waren die Athleten am nächsten Morgen bestens ausgeruht für ihre zahlreichen Wettkampfeinsätze.

Der Wettkampfchef organisierte während der Mannschaftsleitersitzung die Staffeln, womit Melina Köchli und Daniela Marty die Staffel der SLRG Lyss komplettierten. Cyril Senften und Oliver Wanger holten sich Patrik Fässler (SLRG Innerschwyz) und Yanik Arn (SLRG Lyss) für die Mannschaftsdisziplinen ins Boot. In der Staffelwertung konnten die Herren völlig überraschend trotz einer Disqualifikation aber dank einem souveränen Sieg im Line Throw den dritten Rang in der Staffelwertung belegen. Die Damen hatten ebenfalls mit Disqualifikationen zu kämpfen und belegten den unglücklichen neunten Rang in der Staffelwertung. Dafür lief es den Damen in den Einzeldisziplinen umso besser: Daniela Marty erreichte einen starken dritten Rang in ihrer Spezialdisziplin 100 m Rescue Medley, war ihr erstes internationale Einzelpodest bedeutete. Melina Köchli durfte viel in der Disziplin 50 m Manikin Carry zugetraut werden, was sie mit einer tollen Zeit von 44.90 s bestätigte und sogar noch viel Luft nach oben hat. Cyril Senften verpasste das Podium im 100 m Rescue Medley nur haarscharf mit einem vierten Rang und konnte sich, wie Oliver Wanger noch einige weitere Top 10 Platzierungen sichern, was aufgrund des Trainingsrückstandes der beiden gut im Rahmen liegt.

Der Wettkampfchef konnte so zufrieden mit seiner kleinen aber starken Truppe wieder nach Hause reisen.

Die Stadt Wädenswil ehrte zum 36. Mal ihre Sportlerinnen und Sportler, die im vergangenen Jahr Spitzenleistungen erbracht hatten. Das abendfüllende Programm bot beste Unterhaltung.

Zur Sportlerehrung trafen sich am Samstagabend in der Kulturhalle Glärnisch jene Wädenswiler Athletinnen und Athleten, die 2018 an nationalen oder internationalen Wettkämpfen zu den Medaillengewinnern gehörten. Stolze Eltern und Bekannte leisteten ihnen Gesellschaft, willkommen hiess sie Roland Fässler, Präsident der Interessengemeinschaft Wädenswiler Sportverein (IWS), dem Patronatsträger des Traditionsanlasses. Die IWS fördert die sportlichen Tätigkeiten in Wädenswil und ist Bindeglied zwischen den Sportvereinen und den städtischen Behörden.

Der Stadtrat beehrte den Anlass denn auch mit grosser Präsenz. Zugegen waren Stadtpräsident Philipp Kutter (CVP), Astrid Furrer (FDP), Alexia Bischof (CVP), Walter Münch (FDP) und Jonas Erni (SP). Gemeindepräsidentin Beatrice Gmür (SP), die höchste Wädenswilerin, nahm ebenfalls am Ehrentisch Platz. Erni, Stadtrat Sicherheit und Gesundheit, begrüsste die rund 200 Gäste und hielt fest: «Was uns alle hier im Saal verbindet, ist die Begeisterung für den Sport.»

Dominic Tamsel (links) und Tim Randegger werden von Stadträtin Astrid Furrer geehrt.Dominic Tamsel (links) und Tim Randegger werden von Stadträtin Astrid Furrer geehrt.

Vortreffliche Kunstturner
Erni gab das Wort an Regula Späni weiter. Die frühere Sportmoderatorin des Schweizer Fernsehens führte durch den Abend. Die ehemalige Spitzenschwimmerin verwickelte die Preisträger in unterhaltsame Gespräche. Späni bat zuerst die siegreichen Tischtennisspieler des TTC Wädenswil zu sich auf die Bühne. Deren Aushängeschilder, Filip Karin und Lars Bosch, fehlten allerdings krankheitshalber. Die beiden Elitespieler trugen im Frühjahr 2018 zum Wiederaufstieg in die NLA bei. Geehrt wurde dafür eine Handvoll Juniorinnen und Junioren, die an den Schweizer Nachwuchsmeisterschaften im Einzel oder mit dem Team Medaillen einheimsten.

Die wohl wertvollsten Resultate lieferten mit Dominic Tamsel und Tim Randegger zwei Kunstturner aus den Reihen des TV Wädenswil. An den U-18-Europameisterschaften gewann Tamsel am Barren Bronze, Randegger erreichte im Mehrkampf Rang 6. Mit der Schweizer Nationalmannschaft schaute im Teamwettkampf zudem Platz 4 heraus. An den nationalen Titelkämpfen sicherten sie sich gleich mehrere Medaillen.

Zum gelungenen Abend trug ebenso das Unterhaltungsprogramm bei. Der Stäfner Kunstradfahrer Yannick Martens und seine tschechische Partnerin Nicole Frybortova boten auf ihren Spezialvelos eine zirkusreife, an Akrobatik kaum zu übertreffende Vorstellung. Eine Kombination mit Balljonglieren und Breakdance legten die Fussballer Michael Baumann aus Hedingen sowie die Zuger Matthias Bösel und Mauro Wiesendanger hin.

Handball im Mittelpunkt
Viel Beifall heimsten ausserdem zwei Jungsportler ein. Erst waren der siebenjährige Marko Kosanovic und sein zwei Jahre ältere Bruder Marin für ihre Goldmedaillen an den nationalen U-8- und U10-Meisterschaften im Shaolin-Kung-Fu geehrt worden, danach zeigten sie, assistiert von Trainer Fadri Canal, eine tänzerische Kostprobe ihres sportlichen Könnens.

Die Brüder Kosanovic zeigen eine Shaolin-Kung-Fu-Kostprobe.Die Brüder Kosanovic zeigen eine Shaolin-Kung-Fu-Kostprobe.

Nachdem mit Squash-Spieler Sergio Orduna und Schwimmer Heinz Wanger von der Sektion Wädenswil der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) zwei rüstige Senioren als Schweizer Meister und sogar Weltmeister ausgezeichnet worden waren, stand der Abend ganz im Zeichen des Handballs. Kutter überreichte Hanspeter Knabenhans den Wanderpreis für den Sportfunktionär des Jahres. Das Ehrenmitglied des HC Wädenswil leistete jahrelang auf nationaler und internationaler Ebene wertvolle Dienste im Schiedsrichterwesen. Danach betrat das Fanionteam des HC Wädenswil die Bühne. Der Mannschaft gelang der Aufstieg in die Nationalliga B.
(Quelle: Ueli Zoss - ZSZ vom 28.01.2019 - Fotos: A. Springer)

Die Ausgezeichneten
TTC Wädenswil: Filip Karin, Lars Posch, Svenja Holzinger, Ursina Stamm, Lukas Ott, Leandro Marcarini, Numa Ulrich, Leo Hegner, Manrico Riesco, Julian Schnyder.
TV Wädenswil: Carlo Riesco, Janic Fässler, Quinn Müller, Tim Randegger, Dominic Tamsel.
Squash: Sergio Orduna.
Shaolin Kung Fu: Marin Kosanovic, Marko Kosanovic.
SLRG Wädenswil: Heinz Wanger, Cyril Senften, Björn Manser, Oliver Wanger, Martina Camenzind, Daniela Marty, Flavia Senften, Sandro Wanger, Melanie Köchli.
Sportfunktionär des Jahres: Hanspeter Knabenhans.
Mannschaft des Jahres: HC Wädenswil.

Oscar Perman gewinnt gegen Muttenz zwei seiner drei Einzel. Foto: Michael TrostOscar Perman gewinnt gegen Muttenz zwei seiner drei Einzel. Foto: Michael Trost

Die Wädenswiler punkteten in der Nationalliga A gleich doppelt – und haben mit ihren Erfolgen über Chênois und Muttenz die Chancen auf die Playoff-Qualifikation gewahrt.

Erstmals in dieser Saison gewannen die Wädenswiler am Samstag und am Sonntag zwei Punkte für die Tabelle. «Nein, das hätte ich so nicht gedacht», meinte Nationalspieler Lars Posch nach den beiden Siegen. Denn einer der Gegner war das bis dahin ungeschlagene Muttenz. «Es war das erste Wochenende, an dem wir alle­ drei ziemlich gut gespielt haben», meint Posch schmunzelnd. «Wir wussten immer, dass es möglich ist, gegen die besten Teams zu punkten. Und jetzt haben­ wir es das erste Mal geschafft.»

2018 fanden in Australien die Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen statt. In Adelaide startete der Wettkampf mit den Mastern, bevor die Wettkämpfe der Nationalmannschaften und die der Interclubs folgten.

Heinz WangerHeinz Wanger: Weltmeister mit neuer persönlicher Bestzeit

Für die SLRG-Rettungsschwimmer Wädenswil waren mit Bri­gitte Wanger und Heinz Wanger zwei gestandene Athleten am Start, welche in der letzten Dekade schon viel für Furore gesorgt und einige Medaillen an internationalen Grossanlässen eingeheimst hatten. Erst standen für die zwei Masterathleten die Poolwettkämpfe auf dem Programm, wobei sie am ersten Tag in 100 Meter Hindernisschwimmen mit Rang sieben für Heinz Wanger und Rang vierzehn für Brigitte Wanger nicht wie gewohnt reüssieren konnten.